Auf der Kalsinger Höhe stand zunächst eine Burg, auf der ein Ministerale (Dienstmann) des Chamer Grenz- oder Markgrafen saß.

Die Markgrafschaft kam schließlich zu Bayern. Die Burgkapelle war zunächst dem Pilgerpatron St. Jakobus geweiht, der heutige Patron ist der Apostel Bartholomäus. Die ursprüngliche romanische Kirche kann man nur erahnen. Der Hauptaltar zeigt den Apostel mit dem Messer und dem Buch (des Evangeliums). Dem Heiligen wurde bekanntlich die Haut abgezogen, es ist der geschundene Martyrer.

Im Gegensatz zum neubarocken Hauptaltar sind die Seitenaltäre neuromanisch und zeigen rechts eine Herz-Jesu-Figur, links Maria als Immakulata (Unbefleckte Empfängnis).
 
Über dem runden Chorbogen sehen Sie ein Barockkruzifix, flankiert von zwei freskierten Anbetungsengeln. Hier wurden romanische Fresken imitiert wie auch der ursprüngliche romanische Bau viele bauliche Veränderungen erfahren hat.
Der kleine Apsisanbau, den man außen vorfindet, gibt immer noch Rätsel auf.
Berühmt ist auch der Kreuzweg. Damals wurden Kreuzwege nach bekannten Vorbildern und Vorlagen angefertigt. In 14 Stationen wird die Leidensgeschichte Jesu dargestellt. Der gläubige Katholik geht oder betet den Kreuzweg nach, verbunden mit Bitt- und Dankgebeten. Kreuzwege werden in der Fastenzeit, vor allem aber in der Karwoche gebetet.