Freiherr Dietrich Heinrich von Plettenberg (1693-1713) ist der Erbauer der jetzigen Kirche, die die hl. Dreifaltigkeit als Kirchenpatron hat, wie das Altarrelief zeigt. Im Auszug ist die hl. Barbara zu sehen. Diese Heilige war im Mittelalter sehr beliebt und gehört ebenfalls zu den Vierzehn Nothelfern. Die Figur links erinnert zwar an den hl. Ignatius, den Gründer des Jesuitenordens, ist aber eher der hl. Philipp Neri, der Gründer des Oratorianer- oder Nerianerordens, der besonders Andachten und Exerzitien, das sind geistliche Übungen, pflegte. Die Statue rechts stellt den hl. Diakon Laurentius dar, der sein Martyrium auf einem glühenden Rost erlitt. Erwähnenswert ist noch der Hl. Rochus im Kirchenschiff, der den Pilgermantel zurückschlägt, um seine Pestwunde zu zeigen. Neben dem hl. Sebastian zählte er zu den Pestheiligen. Die gelehrte Königstochter Katharina von Alexandrien, wird mit dem zerbrochenen Rad dargestellt, weil beim ersten Martyrium das Rad zerbrach und sie schließlich enthauptet wurde. An der Westseite der Kirche ist jetzt das Grabdenkmal des Dietrich von Plettenberg und seiner Gemahlin Margarita Magdalena von Muggenthal.