News aus der Stadt Roding
Rodinger Nachtwächterwanderung: Auf den Spuren der Wirtshauskultur
Einst waren sie das pulsierende Herz des Marktes Roding – die zahlreichen Wirtshäuser, in denen man sich traf, lachte, diskutierte und natürlich auch kräftig zechte. Heute erinnern oft nur noch die Fassaden an diese Zeit.
Bei der diesjährigen Nachtwächterwanderung begaben sich über 200 Besucherinnen und Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit. Unter dem Motto „Auf den Spuren des Bierpatrons Gambrinus“ erzählten Nachtwächter, Schauspielerinnen und Schauspieler von einer Ära, in der Geselligkeit einen ganz anderen Stellenwert hatte als heute. Peter Reidl, der mit seinem Buch über die Rodinger Wirtshauskultur die Grundlage für diese Führung legte, eröffnete den Abend vom Rathausbalkon aus mit spannenden Zahlen und Geschichten rund um die Wirte und Brauer der damaligen Zeit.
Geschichte wird lebendig
An verschiedenen Stationen – vom Marktberg bis zur Chamer Straße – wurde Geschichte lebendig. Es ging vorbei an einst bekannten Wirtshäusern wie dem Lobmeyer, dem Brantl, dem Blümelhuber oder dem „Weißen Rössl“. Schauspieler ließen frühere Wirtsleute wieder auferstehen, darunter die grantelnde Platzer Anni, die über die vielen „Hehna“ (Frauen) im Wirtshaus schimpfte – denn früher war der Stammtisch reine Männersache. Am Ende durfte natürlich auch der gemütliche Ausklang nicht fehlen: Im ehemaligen Kerscher-Biergarten floss das Brantl-Bier, ausgeschenkt von Gerd Lehner und Alfred Stuiber.
Mit großem Applaus bedankten sich die Gäste bei allen Beteiligten – und Vizebürgermeister Reinhold Schoierer kündigte schon jetzt eine Neuauflage im kommenden Jahr an. Dann wieder mit einem neuen, spannenden Thema aus Rodings Geschichte und Geschichten.
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Die Nachtwächterwanderung ist ein Angebot der Stadt Roding. Weitere Führungen im Stadtgebiet finden Sie hier.




