News aus der Stadt Roding
Rodinger Altbürgermeister Ludolf Stuiber vor 40 Jahren verstorben
Engagement nach dem Zweiten Weltkrieg
Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg, noch im Jahre 1945, gründete Ludolf Stuiber zusammen mit einigen anderen Rodinger Bürger einen Ortsverband der CSU. Noch im gleichen Jahr wurde er durch die amerikanische Besatzungsmacht in den Gemeinderat des Marktes Roding berufen. Diesem Gremium gehörte er bis 1977 an.
Bürgermeister durch eine bewegte Ära
Erstmals zum Zweiten Bürgermeister wurde Ludolf Stuiber 1954 gewählt und 1964 zum Ersten Bürgermeister der Stadt Roding. Dieses Amt übte er bis 1977 aus. Stets hatte er dabei ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger, die sicherlich vielfältig waren, fiel doch in seine Ära die Gebietsreform, eine Zeit, die sicherlich für die Bürgermeister nicht einfach war.
Kreistag und stellvertretender Landrat
Schon im Jahre 1951 wurde Ludolf Stuiber in den Kreistag gewählt. Und auch nach der Gebietsreform erhielt er das Vertrauen der Bürger des Großlandkreises Cham. Bis zu seiner schweren Krankheit, die ihn ab 1981 ans Krankenlager fesselte, gehörte er dem Kreistag an.
Seine christlichen Grundsätze suchte Ludolf Stuiber ebenfalls in der Politik zu verwirklichen. Schon 1945 der CSU beigetreten blieb er dieser Partei bis zu seinem Tode treu. Er wurde 1945 zum Kreisvorsitzenden gewählt, dieses Amt übte er bis zur Gebietsreform aus. Von 1953 bis 1972 war er außerdem stellvertretender Landrat des früheren Landkreises Roding. Ihm ging es in der Position des Bürgermeisters und des stellvertretenden Landrates vor allem darum, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und die Infrastruktur zu verbessern.
Ehrenbürger und hohe Auszeichnungen
Am 30. Juli 1981 beschloss der Rodinger Stadtrat, den langjährigen Bürgermeister zum Ehrenbürger der Stadt Roding zu ernennen. Zu seinem 65. Geburtstag wurde ihm die Urkunde ausgehändigt, doch der geplante Festakt konnte wegen der Erkrankung Stuibers nicht mehr stattfinden.
Neben der Ehrenbürgerwürde der Stadt Roding wurde ihm die kommunale Verdienstmedaille des Freistaates Bayern und das Bundesverdienstkreuz verliehen.
