Panel öffnen/schließen

Neujahrsansprache 2021

der Ersten Bürgermeisterin Alexandra Riedl und dem Kommandeur Herrn Oberstleutnant Hanisch des Versorgungsbataillon 4 in Roding

Neujahrsansprache der Ersten Bürgermeisterin Alexandra Riedl:

 

Liebe Rodingerinnen und Rodinger, 

sehr verehrte Damen und Herren,

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein gutes und gesundes neues Jahr 2021.

Schauen wir gemeinsam gestärkt in die Zukunft und lassen wir ein etwas anderes Jahr 2020 hinter uns.

Im vergangenen Jahr ist viel passiert: aber alles wurde natürlich überschattet von diesem hartnäckigen Corona-Virus... Leider sind viele Höhepunkte, die wir in Roding kennen und lieben, ausgefallen: unser Volksfest, das Bürgerfest, der Christkindlmarkt und viele unserer Vereinsveranstaltungen und Feste. Und das geht leider auch noch so weiter… Unseren traditionellen Neujahrsempfang zusammen mit der Bundeswehr müssen wir natürlich auch absagen, daher möchten wir Sie alle auf diesem Wege grüßen.

Und trotz all der Widrigkeiten haben wir uns nicht unterkriegen lassen: mit viel Einsatz und Engagement haben wir im rechtlich möglichen Rahmen versucht, etwas auf die Beine zu stellen, das uns alle von der vorherrschenden Pandemie ein bisschen ablenken sollte. Mit dem Biergartenvolksfest, den RODen Nächten oder der Christbaumaktion haben wir als Stadt Roding versucht, Sie als Bürgerinnen und Bürger ein bisschen abzulenken und Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. 

Das kann aber natürlich bei so einer Pandemie nicht gänzlich gelingen. Daher auch an dieser Stelle von mir ein herzliches Dankeschön an alle, die unsere Aktionen unterstützt haben und mitgeholfen haben. Aber auch bei Ihnen allen möchte ich mich ausdrücklich bedanken:

Sie alle haben uns unterstützt mit Ihrem Verständnis und Ihrem Einhalten der vorgegebenen Regeln.

Natürlich ist dieses Jahr für uns alle nicht einfach gewesen. Aber gerade deshalb sollten wir zuversichtlich und freudig in das neue Jahr schauen und uns darauf freuen, dass es hoffentlich bald wieder besser werden wird und wir zu unserer gewohnten Normalität schnellstmöglich zurückkehren können. 

Dazu wünsche ich Ihnen und uns allen viel Durchhaltevermögen. 

Für mich persönlich war es ein sehr besonderes Jahr, denn ich darf seit 1.Mai Bürgermeisterin der Stadt Roding sein. Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. So hat vielleicht doch jeder Einzelne trotz der ganzen Unannehmlichkeiten seinen eigenen ganz speziellen besonders positiven Moment in diesem abgelaufenen Jahr 2020. Und diese positiven und besonderen Momente müssen wir besonders hervorheben und uns immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Natürlich war aber nicht nur Corona: die normalen Verwaltungstätigkeiten, die Stadtratstätigkeit und natürlich auch viele Berufe sind größtenteils normal weiter gelaufen. Das private und gesellschaftliche Leben und alles was damit zusammenhängt ist aber praktisch zwei Mal und jetzt wieder komplett zum Erliegen gekommen. Uns sind in vielen Bereichen die Hände gebunden und wir können nicht das leisten und entwickeln, was wir uns vorstellen würden. Aber auch dafür wird die Zeit nach der Pandemie dann kommen.

Ich möchte es an dieser Stelle aber nicht vergessen, DANKE zu sagen an Alle, alle Ärzte, Schwestern, Ersthelfer, Pfleger und Altenpfleger,

die übermenschliches geleistet haben und auch weiter noch leisten müssen. Und auch an alle anderen, die in dieser Pandemie durch ihren ganz persönlichen und individuellen Einsatz das „normale Leben“ aufrechterhalten haben.

Nicht vergessen möchte ich heute natürlich die Rodinger Bundeswehr, mit der wir normalerweise gemeinsam den Neujahrsempfang veranstalten. Herzlichen Dank von meiner Seite an Herrn Oberstleutnant Hanisch für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch für die Soldatinnen und Soldaten ist diese „andere“ Zeit eine große Herausforderung: schwierige Auslandseinsätze stehen an, aber Corona blockiert auch hier die Übungen und die Vorbereitungen. Ich wünsche Ihnen allen, liebe Soldatinnen und Soldaten, alles Gute für die bevorstehenden Einsätze und kommen Sie alle gesund wieder nach Hause. Wir als Garnisonsstadt freuen uns, Sie danach wieder hier in Roding empfangen zu dürfen. 

Nun wünsche ich Ihnen und Euch allen alles Gute, Zuversicht und Mut, aber vor allem Gesundheit für das neue Jahr 2021. Möge es für uns alle viele positive und glückliche Momente bereithalten. Halten wir weiter zusammen, damit wir diese Pandemie schnellstmöglich überwinden.

Herzliche Grüße an Sie alle und man kann es nicht oft genug sagen ein gesundes Jahr 2021 - Ihre Alexandra Riedl

 

 _______________________________________________________________________________

 

Videobotschaft  Kommandeur Versorgungsbataillon 4 Oberstleutnant Michael Hanisch:

- Es gilt das gesprochene Wort -

Liebe Rodinger,

meine Soldaten,

als Standortältester der Garnision Roding und als Kommandeur des Versorgungsbataillon 4 möchte ich mich zum Neuen Jahr auf diesem Wege an Sie wenden; wenngleich dies ungewohnt und doch auch bedauerlich ist.

Denn gerne wäre ich einer langen, guten Tradition in Roding folgend, persönlich mit Ihnen zum Neujahrsempfang im Soldatenfreizeitheim bzw. der Stadthalle Roding zusammengekommen.

Doch wie das letzte Jahr endete, so beginnt auch das Neue Jahr: anders als alles bisher Bekannte und unverändert mit der Herausforderung für uns alle – Zivilgesellschaft wie Bundeswehr. So können wir aufgrund der anhaltenden Pandemie nicht zusammenzurücken, sondern müssen weiter Abstand halten, um die Krise gemeinsam zu bewältigen.

Trotz dieses weiter notwendigen Abstandhaltens möchte ich es nicht versäumen, Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Roding und der umliegenden Gemeinden von Seiten der Bundeswehr hier am Standort herzliche Grüße und die besten Wünsche für ein gesundes und hoffentlich wieder unbeschwerteres Neues Jahr 2021 zu übermitteln.

Noch mehr als sonst gelingt Heuer der Blick nach vorne nicht ohne den Blick zurück. Die zurückliegenden Monate waren für uns alle herausfordernd, wobei wir Soldaten uns bewusst darüber sind, dass viele unserer Mitbürger durch die mit der Coronavirus-Pandemie verbundenen Einschränkungen besonders hart getroffen wurden.

Ich kann Ihnen an dieser Stelle versichern, dass die Soldatinnen und Soldaten am Standort bzw. des gesamten Bataillons auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen der vergangenen Monate ihre vielfältigen Aufträge für unserer aller Sicherheit bzw. für Unterstützungsleistungen in der Krise bestmöglich erfüllt haben. Sie können stolz sein auf Ihre Soldaten – ich bin es auf jeden Fall!

Denn meine Soldaten haben mit hoher Tatkraft, Professionalität und Einsatzbereitschaft unseren Leitspruch, Versorgungsbataillon 4: Wir.Machen’s.Möglich. im wahrsten Sinne des Wortes mit Leben erfüllt.

So war es uns bspw. möglich, wichtige Ausbildungen zur Vorbereitung von rund 120 unserer Soldaten auf ihren seit August letzten Jahres laufenden Einsatz im Rahmen der NATO-Vornepräsenz in Litauen erfolgreich abzuschließen. Parallel dazu haben wir mit der intensiven Vorausbildung von rund 100 weiteren Soldaten des Bataillons für ihren fordernden Einsatz bei der UN-Mission in Nord-Mali ab April dieses Jahres begonnen.

Neben diesen und vielen weiteren Aufträgen waren und sind Soldaten meines Bataillons auch im Zuge von Amtshilfeleistungen für zivile Stellen eingebunden. Zwischenzeitlich betraf dies weit über 100 Soldatinnen und Soldaten, die in Bayern und in anderen Bundesländern aktiv zur Bewältigung der Viruspandemie bzw. deren Folgen beitrugen.

Liebe Mitbürger,

unter den schwierigen Bedingungen des letzten Jahres konnte leider die enge, vertrauensvolle Bindung zwischen uns Soldaten und Ihnen nicht wie im sonst gewohnten Maße gepflegt und gelebt werden; das bedauere ich sehr.

Mit umso größerer Zuversicht blicke ich auf das vor uns liegende Neue Jahr, verbunden mit der innigen Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der Gesamtlage für uns alle. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich in diesem Zuge wieder Möglichkeiten des Zusammenkommens und Feierns ergeben, sei es beim Volksfest oder auch beim MudRun.

Auch unabhängig von der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie wird das Versorgungsbataillon 4 in 2021 stark gefordert werden.

Während die Soldaten in Litauen nach ihrem teilweise fast siebenmonatigen Einsatz bei der enhanced Forward Presence bis Ende Februar in die Heimat zurückkehren, verlegen die ersten MINUSMA-Soldaten für ihren sechsmonatigen Einsatz schon ab Ende März nach Mali, um dort zusammen mit vielen anderen deutschen und multinationalen Kameraden zu mehr Sicherheit beizutragen. Parallel dazu werden wir eine Versorgungskompanie für die schnelle Eingreiftruppe der NATO personell und materiell aufstellen und die nächsten drei Jahre einsatzbereit halten.

Zu diesen Aufgaben kommen natürlich noch weitaus mehr… aber egal welcher Auftrag und welche Aufgaben uns Versorgern in Roding, Pfreimd und Cham gegeben wird, seien sie vergewissert, auf meine Soldaten ist absolut Verlass.

Verlass auch darauf, dass wir ungeachtet allen gegenwärtigen Abstandhaltens unverändert die enge Bindung zu Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern von Stadt und Region, und Ihre Unterstützung für uns sehr wert zu schätzen wissen. Umso mehr hoffen wir, dass wir bald wieder zusammenkommen können.

Ich wünsche Ihnen im Namen aller Soldatinnen und Soldaten des Standortes und meines Bataillons für das Neue Jahr vor allem viel Gesundheit, Kraft und die Zuversicht, in Zukunft weiterhin viel Schönes zu erleben.

Mit einem herzlichen Vergelt’s Gott

Ihr

Oberstleutnant Michael Hanisch

 

  

 Die Neujahrsansprachen als Video finden Sie auf Youtube unter folgendem Link:

Weitere Nachrichten