Panel öffnen/schließen

Hochwasserschutz und Stadtsanierung

Die herrliche Lage Rodings direkt am Wasser birgt auch Nachteile und Gefahren für Bewohner und Gewerbetreibende. Deswegen wird der Hochwasserschutz in Roding stetig vorangetrieben und ausgebaut. 

Foto: Stadt Roding

In der Vergangenheit war die Stadt immer wieder von schweren Hochwassern betroffen, so auch von den Jahrhunderthochwassern in den Jahren 1993 und 2002. Nach Abschluss der aktuellen Maßnahmen schützen nun drei unterschiedliche Systeme die Stadt. Wo genügend Platz vorhanden ist, wurden weitere Deiche angelegt, an anderer Stelle gibt es neue Hochwasserschutzmauern. Und auch dort, wo aus städtebaulichen Gründen keine geschlossenen Mauern möglich sind, hat man eine Lösung gefunden: Die neuen Hochwasserschutzmauern fügen sich unauffällig ins Stadtbild ein, Zaunelemente bieten Durchblicke auf die Grünflächen. Im Ernstfall können die Zäune durch mobile Elemente ersetzt und damit flutsicher verriegelt werden.

Unterhalb der Mauern liegen die neu angelegten Rodinger Terrassen. Mit den in Naturstein eingefassten Rasenflächen und blühenden Bäumen ist hier ein neues innerstädtisches Freizeit- und Erholungsgelände entstanden. Auf diese Weise wurden Hochwasserschutz und städtebauliche Weiterentwicklung gekonnt miteinander verbunden.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Stadt (er)leben am Fluss“ wurde außerdem die Neugestaltung der Volksfest- und Aktionsflächen realisiert: ein Platz, der unmittelbar an die Terrassen angrenzt. Der neue Festplatz fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und schafft Raum für Aufstellflächen der örtlichen Festivitäten, wie das bekannte Rodinger Volksfest. Der nördliche Teil wurde als Multifunktionsplatz gestaltet und bietet sich nun als Verkehrskindergarten, Basketball- und Fußballplatz an.

Für einen reibungslosen Wasserabfluss wurde auch die Kanalisation auf den technisch neuesten Stand gebracht: Wird bei normalem Wasserstand das Niederschlagswasser über die örtliche Kanalisation zum Fluss abgeleitet, würde bei Hochwasser der Fluss das Wasser durch die Kanalisation zurück in die Stadt drücken. Daher war ein Verschluss erforderlich, der bei Hochwasser zufährt. Damit dabei wiederum die Niederschläge nicht den Ort überschwemmen, muss das Kanalwasser in einem Schöpfwerk mittels großer Pumpen zum Fluss hin abgepumpt werden. Zu diesem Zweck wurden zwei Schöpfwerke und zusätzlich ein 500 m3 großes unterirdisches Rückhaltebecken errichtet.

Die Maßnahme in Roding ist abgeschlossen und ein Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit des Wasserwirtschaftsamts Regensburg, der Regierung der Oberpfalz und der Stadt Roding. In diesem Sinne laufen jetzt die Planungen für einen adäquaten Schutz und Umbau des Regenufers auf der gegenüberliegenden Seite im Ortsteil Mitterdorf.