Kommunale Wärmeplanung der Stadt Roding
Die Stadt Roding hat zum 27. März 2025 mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Ziel ist eine zukunftstaugliche und bezahlbare Wärmeversorgung. Für die Analyse sowie Planungsleistung potenzieller Wärmeversorgungsmaßnahmen wurde das Regensburger Ingenieurbüro Luxgreen Climadesign GmbH beauftragt. Die Kosten dieser Maßnahme werden zu 90 % durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gedeckt. Die Realisierung der besten und kosteneffizientesten Lösungen erfolgt dabei freiwillig.
Schritt für Schritt zum kommunalen Wärmeplan
Die kommunale Wärmeplanung ist ein Instrument, mit dem Kommunen ihre zukünftige Wärmeversorgung gestalten können. Ziel ist es, Wege zu finden, wie Gebäude günstig, effizient und umweltfreundlich beheizt werden können. Dabei wird auf den Einsatz erneuerbarer Energien gesetzt, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Die Tätigkeiten innerhalb der Wärmeplanung sind über das Wärmeplanungsgesetz definiert. Zu Beginn wird in einer Bestandsanalyse detailliert untersucht, wie viel Wärme aktuell in der Gemeinde benötigt wird und auch, woher diese Wärme aktuell stammt, bzw. welche Energieträger dafür eingesetzt werden. Anschließend werden mögliche Verbesserungspotenziale ermittelt, wie z. B. die Nutzung von Abwärme, Solarenergie oder effizienteren Heizsystemen. Am Ende entsteht ein Plan, der aufzeigt, wie die Wärmeversorgung der Gemeinde Schritt für Schritt kosteneffizienter und zugleich umweltfreundlicher gestaltet werden kann.
Hinweis! Privaten Haushalten steht es nach aktuellen Vorgaben jetzt und auch nach 2028 weiter frei, ihre bestehenden Heizungsanlagen auszutauschen oder sich an ein mögliches Wärmenetz anzuschließen.
Daten als Schlüsselfaktor
Die Basis der Bestandsanalyse bilden Messdaten und Informationen. Dazu können alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Roding einen wertvollen Beitrag leisten und über die geplante Umfrage ihre Erfahrungswerte beisteuern. Am Ende soll ein präzises Bild der aktuellen Wärmeversorgung entstehen.
Darauf folgt eine Potenzialanalyse, welche die Einsparmöglichkeiten für Raumwärme und Warmwasser sowie die Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien prüft. Die größten Wärmeverbraucher stehen dabei besonders im Fokus. Am Ende soll auf dieser Grundlage ein Wärmenetzplan für eine zukunftssichere Wärmeversorgung der Gemeinde entstehen.
Durchdachte Wärmeplanung – eine Gelegenheit für alle
Für die Erhebung der Grundlagendaten baut die Stadt Roding auf ihre Bürgerinnen und Bürger und die Kooperation mit den ansässigen Unternehmen. Eine Pflicht zur Beteiligung gibt es nicht, jedoch bewirken mehr Daten auch bessere Ergebnisse. Ebenso ist jede Umsetzung am Ende freiwillig und so entscheiden beispielsweise Hausbesitzer selbst, ob und wie sie den Zugewinn an Planungssicherheit, oder auch bisher nicht dagewesene Optionen nutzen wollen. Eine davon entsteht im Rahmen der Identifikation sogenannter Eignungsgebiete. Diese weisen die besondere Eignung für z.B. Wärmenetze aus. Eine rechtliche Verpflichtung, von der Individualversorgung abzurücken, gibt es nicht. Der Anschluss an ein mögliches Wärmenetz ist immer optional und die Entscheidung obliegt den Hausbesitzern.
Bürger-Informationsveranstaltung am 22.01.2026
Für einen gemeinsamen Austausch zur Kommunalen Wärmeplanung lädt die Stadt Roding alle Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 22.01.2026 von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr ein. Unser Planungsbüro Luxgreen wird den aktuellen Stand der Planung, mögliche Wärmenetz- und Individualversorgungsgebiete sowie zukünftige Optionen der Wärmeversorgung vorstellen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die Informationsstände zu besuchen, sich beraten zu lassen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
KSI: Kommunale Wärmeplanung der Stadt Roding
Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Projektträger: Z-U-G gGmbH
Förderkennzeichen: 67K28768
Umfrage – Ihre Meinung zählt
Für die Teilnahme an der freiwilligen Umfrage folgen Sie nachfolgendem Link. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, online an der Umfrage teilzunehmen, melden Sie sich bitte im Rathaus. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

